Chandni Sidhu

Mikrobielle Ökologin und Bioinformatikerin
Portrait Chandni

Kontakt

ed.bmfih@uhdis.indnahc

Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität an der Universität Oldenburg (HIFMB)
Im Technologiepark 5
26129 Oldenburg

Publikationen

Website

Team

Planktologie

Statusgruppe

Senior Scientist

Forschungsgebiet

Biodiversitätswandel, Ökosystemfunktionen

Vita

2025 – heute

Unabhängige Forscherin (DFG-Stipentiatin), Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM), Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Oldenburg, Deutschland

2018 – 2025

Wissenschaftlerin, Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, Bremen, Deutschland

2017

Gastdozentin für Molekularbiologie, Panjab University, Chandigarh, Indien (Juli – Dezember)

2012 – 2018

Doktor der Philosophie (Ph.D.) in Mikrobieller Genomik und Molekularbiologie, CSIR-Institut für Mikrobielle Technologie, Chandigarh, Indien

Research Interests

Meine Forschung zielt darauf ab zu verstehen, wie Mikroorganismen den Fluss von Kohlenstoff über verschiedene trophische Ebenen in marinen Ökosystemen steuern – mit besonderem Fokus auf die Nordsee. Ich interesse mich dafür, wie mikrobielle Gemeinschaften miteinander interagieren und wie diese Interaktionen biogeochemische Kreisläufe im Ozean beeinflussen. In Zusammenarbeit mit internationalen Forschungsteams untersuche ich außerdem die sich rasch verändernden Ökosysteme der Westanarktischen Halbinsel. Dort erforschen wir, wie sich Bakterioplanktongemeinschaften an die durch den Klimawandel und das Abschmelzen der Gletscher veränderten Umweltbedingungen anpassen und welche Auswirkungen dies auf die Kohlenstoffspeicherung und das Nährstoffgleichgewicht in polaren Gewässern hat.

Mit meinem von der DFG geförderten Projekt WindFluX gehe ich einer neuen und spannenden Fragestellung nach:

Wie beeinflussen Offshore-Windparks (OWFs) die unsichtbare mikrobielle Welt des Ozeans?

Da Offshore-Windenergie zu einem zentralen Bestandteil der nachhaltigen blauen Wirtschaft wird, ist es entscheidend, ihre ökologischen Auswirkungen umfassend zu verstehen. Während die Effekte von Windparks auf Fische und Meeressäuger bereits relativ gut untersucht sind, wissen wir bislang nur wenig darüber, wie sie das planktonische Leben beeinflussen, also die Bakterien, Phytoplankton und Zooplankton, die die Basis des marinen Nahrungsnetzes bilden.

WindFluX hat zum Ziel, herauszufinden:

  • Ob sich mikrobielle und planktonische Gemeinschaften innerhalb von Offshore-Windparks von denen in umliegenden Gewässern unterscheiden.
  • Wie sich die Primärproduktion und die Bildung organischer Substanzen (DOC und DON) in diesen veränderten Umgebungen verändern.
  • Welche Konsequencen dies für den Kohlenstoffkreislauf, die Ökosystemgesundheit und die Nährstoffdynamik in der Ostsee hat.

Über die Datenerhebung hinaus möchte das Projekt frühe Indikatoren ökologischer Belastung identifizieren, mikrobielle Eigenschaften mit Ökosystemfunktionen verknüpfen und prädiktive Modelle entwickeln, um den ökologischen Fußabdruck von Offshore-Windparks besser bewerten und managen zu können.

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