Vita
2025 – heute
Unabhängige Forscherin (DFG-Stipentiatin), Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM), Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Oldenburg, Deutschland
2018 – 2025
Wissenschaftlerin, Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, Bremen, Deutschland
2017
Gastdozentin für Molekularbiologie, Panjab University, Chandigarh, Indien (Juli – Dezember)
2012 – 2018
Doktor der Philosophie (Ph.D.) in Mikrobieller Genomik und Molekularbiologie, CSIR-Institut für Mikrobielle Technologie, Chandigarh, Indien
Research Interests
Meine Forschung zielt darauf ab zu verstehen, wie Mikroorganismen den Fluss von Kohlenstoff über verschiedene trophische Ebenen in marinen Ökosystemen steuern – mit besonderem Fokus auf die Nordsee. Ich interesse mich dafür, wie mikrobielle Gemeinschaften miteinander interagieren und wie diese Interaktionen biogeochemische Kreisläufe im Ozean beeinflussen. In Zusammenarbeit mit internationalen Forschungsteams untersuche ich außerdem die sich rasch verändernden Ökosysteme der Westanarktischen Halbinsel. Dort erforschen wir, wie sich Bakterioplanktongemeinschaften an die durch den Klimawandel und das Abschmelzen der Gletscher veränderten Umweltbedingungen anpassen und welche Auswirkungen dies auf die Kohlenstoffspeicherung und das Nährstoffgleichgewicht in polaren Gewässern hat.
Mit meinem von der DFG geförderten Projekt WindFluX gehe ich einer neuen und spannenden Fragestellung nach:
Wie beeinflussen Offshore-Windparks (OWFs) die unsichtbare mikrobielle Welt des Ozeans?
Da Offshore-Windenergie zu einem zentralen Bestandteil der nachhaltigen blauen Wirtschaft wird, ist es entscheidend, ihre ökologischen Auswirkungen umfassend zu verstehen. Während die Effekte von Windparks auf Fische und Meeressäuger bereits relativ gut untersucht sind, wissen wir bislang nur wenig darüber, wie sie das planktonische Leben beeinflussen, also die Bakterien, Phytoplankton und Zooplankton, die die Basis des marinen Nahrungsnetzes bilden.
WindFluX hat zum Ziel, herauszufinden:
- Ob sich mikrobielle und planktonische Gemeinschaften innerhalb von Offshore-Windparks von denen in umliegenden Gewässern unterscheiden.
- Wie sich die Primärproduktion und die Bildung organischer Substanzen (DOC und DON) in diesen veränderten Umgebungen verändern.
- Welche Konsequencen dies für den Kohlenstoffkreislauf, die Ökosystemgesundheit und die Nährstoffdynamik in der Ostsee hat.
Über die Datenerhebung hinaus möchte das Projekt frühe Indikatoren ökologischer Belastung identifizieren, mikrobielle Eigenschaften mit Ökosystemfunktionen verknüpfen und prädiktive Modelle entwickeln, um den ökologischen Fußabdruck von Offshore-Windparks besser bewerten und managen zu können.
