Nadège Legroux

Humangeografin

Kontakt

ed.bmfih@xuorgel.egedan

Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität an der Universität Oldenburg (HIFMB)
Im Technologiepark 5
26129 Oldenburg

Team

Marine Governance

Statusgruppe

PostDoc

Forschungsgebiet

Schutz und Management

Vita

2025 – heute

Postdoctoral Researcher, HIFMB, Oldenburg

2019 – 2024

PhD Geografie, University of Paul Valéry Montpellier III, Frankreich

2019 – 2022

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, French Development Agency, Paris, Frankreich

2015 – 2018

MSc Internationale Entwicklung, Sciences Po Paris School of International Affairs, Frankreich

2012 – 2015

BSc Biowissenschaften, Universität Sorbonne Paris VI, Frankreich

2012 – 2015

BA Human- und Sozialwissenschaften, Sciences Po, Frankreich

Forschungsschwerpunkt

An der Schnittstelle von Humangeographie und interdisziplinären Umweltwissenschaften beschäftige ich mich mit der Frage, wie eine „ozeanische Globalität“ sozial konstruiert wird: wo, von wem, wie, mit welchen Intentionen und mit welchen Wirkungen.

Umweltveränderungen wie steigende Treibhausgaskonzentrationen oder die Zirkulation bestimmter Schadstoffe haben zu wissenschaftlichen Diagnosen und politischen Reaktionen auf einer „globalen“ Maßstabsebene geführt. In diesem Kontext wird zunehmend die geographische Figur eines „globalen“, ökologisch vereinten „Ozeans“ vermittelt und von einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen in internationale Politikprozesse übertragen. Dabei werden Problemdefinitionen und Lösungsansätze maßstabsspezifisch (skalaren Logiken folgend) gerahmt.

Dieses Postdoc-Projekt analysiert, wie der Ozean im Hinblick auf Maßstab konstruiert wird und welche Spannungen dieses skalare Konstrukt mit sich bringt – zwischen sozio-ökologischer Verbundenheit über große Distanzen hinweg einerseits und Prozessen der Depolitisierung sowie sozialen Vereinfachung von Ozeanen andererseits.

Hierfür untersuche ich „ozeanische Globalität im Entstehen“ entlang unterschiedlicher Forschungsstränge:

1) die Positionierung spezifischer wissenschaftlicher Ansätze – etwa des Konzepts der „global tipping elements“ – die in Politik und Medien zirkulieren;

2) die geographische Konstruktion bestimmter Hochseegebiete als neue Schutzterritorien innerhalb globaler Ozeanpolitiken; und

3) die Rolle privater Förderorganisationen, die die Herausbildung dieser ozeanischen Globalität beeinflussen.

    Projekt innerhalb der HIPP-Kohorte (Ausschreibung 2025)

    Meine Arbeit im Rahmen der Kohorte konzentriert sich auf die Rolle von “Maßstab” – insbesondere des “Globalen” – im Denken über Kipppunkte sowie auf die diskursiven Dynamiken des Konzepts der “global tipping elements”. Als Geografin und Sozialwissenschaftlerin interessiere ich mich dafür, einige der zentralen Akteure (WissenschaftlerInnen, Intitutionen und Förderorganisationen) zu verfolgen, die an der wissenschaft- und politikbezogenen “global tipping”- Erzählung beteiligt sind.

    Legroux, Nadège. 2024. A limit to the ocean Frontier? The offshore construction of the Costa Rica Dome. Doctor of Philosophy in Geography: University Paul Valéry Montpellier III / And short perspective piece: https://oceannexus.org/2024/11/01/critiquing-ocean-frontier-ideology-the-case-of-the-costa-rica-dome/

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