Vom Seehecht bis zum Nahrungsnetz, von molekulargenetischen Werkzeugen bis zur Unterwasserakustik: Tauche ein in unsere aktuelle Forschung
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Globale Biodiversitätsziele holen wissenschaftliche Erkenntnisse ein
Das kürzlich verabschiedete Globale Biodiversitätsrahmenwerk von Montreal-Kunming (GBF; Montreal-Kunming Global Biodiversity Framework) ist ein wichtiger Schritt, um die globale Politik mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die marine Biodiversität in Einklang zu bringen. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich veröffentlichte Studie, in der die Literatur zur marinen Biodiversität der Dekade der Vereinten Nationen zur Biodiversität untersucht wurde, um zu beurteilen, ob die Ziele des GBF die Komplexität des marinen Lebens widerspiegeln und die bisherigen Aichi-Ziele verbessern.
Wusstest du schon?
Einzelliges Plankton deckt einen Größenbereich ab, der mit dem Größenunterschied zwischen einem kleinen Fisch und einer Stadt wie Oldenburg vergleichbar ist.
Eine Art Magie – die Vielfalt der Nordseefauna durch genetische Spuren im Meerwasser enthüllt
Verfügen wir über ausreichende Referenzdaten und die geeigneten Methoden und Techniken, um die Artenvielfalt der Meeresfauna in den dynamischen Gewässern der Nordsee anhand von genetischen Spuren aus dem Meerwasser zu bestimmen? Ziel einer Studie der HIFMB-Fokusgruppe Marine Molekularökologie war es, diese Unsicherheiten zu bewerten und die Methode der Umwelt-DNA (eDNA)-Metabarcodierung für die Überwachung und Fragen des Meeresschutzes in der Nordsee nutzbar zu machen.
Einblicke in die marine Biodiversitäts-Forschung – Vorträge für Schülerinnen und Schüler
Zwei ausführliche Präsentationen, entwickelt von zwei jungen Wissenschaftlerinnen, ermöglichen es Lehrkräften, mit ihren Schülerinnen und Schülern einen spannenden Einstieg in das Thema biologische Vielfalt im Meer zu finden. Konkret geht es dabei um die Walforschung, um das Nahrungsnetz in der Antarktis und die besondere Fähigkeit von Walen, Schallwellen zu hören und zu nutzen.
Der Ozean – ein leerer Raum?
Der Ozean wird meist als leerer Raum gesehen, zum Beispiel in Karten, wo er meist als blau schattierte Fläche neben bunten Ländern, Bergen und Tälern, Wäldern und Wüsten, Städten und Straßen dargestellt wird. Dies ist auf die traditionelle Herangehensweise an die Erstellung von Karten und das Nachdenken über Landschaften zurückzuführen (der Hinweis steckt bereits im Begriff), wobei die Menschen so weit wie möglich gehen und über die Dinge schreiben, die sie finden. Der Ozean dagegen ist für den Menschen ein unwirtlicher Ort zum Wandern, nur mit Hilfe von Hilfsmitteln wie Booten ist es möglich, die Küste zu verlassen, wodurch in unseren Köpfen das Bild einer riesigen Wüste entsteht.
Mirrors – Die akustische Reise des Zwergwals
Mirrors ist eine Klanginstallation, die die akustische Reise des Zwergwals auf seinem Weg von der Antarktis nach Namibia verfolgt. In Zusammenarbeit mit dem Künstler und Forscher Geraint Rhys und der Wissenschaftlerin für Meeresakustik Dr. Ilse van Opzeeland wird aufgezeigt, wie sich die Stimme des Zwergwals auf seiner Wanderung durch die Ozeane verändert, wenn er seinen Standort wechselt.
Mitmachbuch zum Tiefseebergbau
Der Tiefseebergbau ist ein potenzieller neuer Industriezweig, in dem nicht erneuerbare Ressourcen vom Grund der Tiefsee abgebaut werden könnten. Da jedoch nur wenig über die Ökosysteme in diesen Tiefen und die Auswirkungen dieser Industrie bekannt ist, stellt die Aussicht auf den Abbau dieser Ressourcen ein großes Risiko dar.
„Das Schiff hat das Ufer erreicht!“
Mit diesen erschöpften aber glücklichen Worten verkündete Rena Lee, Präsidentin der UN Verhandlungen zu einem Schutz der Biodiversität in internationalen Gewässern, dass die Mitgliedsstaaten sich am 7.3.2023 nach mehr als 10 Jahren auf ein Abkommen geeinigt hatten.






